Meyer-Gluche: Saarbrücken braucht eine Helmholtz-Strategie

Meyer-Gluche: Saarbrücken braucht eine Helmholtz-Strategie

Grüne OB-Kandidatin spricht sich für nachhaltige Ansiedlungspolitik aus – Zweiter Urwald vor der Uni als Alleinstellungsmerkmal für Forschungsstandort

Die Grüne Oberbürgermeister-Kandidatin für Saarbrücken, Barbara Meyer-Gluche, spricht sich für eine Helmholtz-Strategie für Saarbrücken aus mit dem Ziel, zügig die infrastrukturellen Voraussetzungen für Folgeansiedlungen zu schaffen. Dabei soll der Nachhaltigkeitsgedanke im Fokus stehen und als Ausgleichsmaßnahme für die Helmholtz-Ansiedlung ein zweiter Urwald im Umfeld der Saar-Uni geschaffen werden. Hierzu erklärt Meyer-Gluche:

“Das neue Helmholtz-Zentrum bietet eine historische Chance, den Wirtschafts- und Forschungsstandort Saarbrücken zu stärken, zumal in den kommenden Jahren mit zahlreichen Folgeansiedlungen von Unternehmen zu rechnen sein wird. Damit Helmholtz in Saarbrücken eine Erfolgsgeschichte schreiben kann, müssen wir zügig die nötigen infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen. Saarbrücken braucht eine Helmholtz-Strategie. Diese muss beinhalten, dass ausreichend Wohnraum in Uni-Nähe für die Beschäftigten des Zentrums beziehungsweise der künftigen Unternehmen bereit steht sowie eine hervorragende Versorgung mit Kitas und Schulen sichergestellt ist.

Insbesondere der uninahe Stadtbezirk Dudweiler könnte erheblich von den positiven Effekten des Helmholtz-Zentrums profitieren. Damit dies gelingt, möchte ich die Attraktivität Dudweilers durch Investitionen erhöhen. Unter anderem muss die Fußgängerzone deutlich aufgewertet werden. Außerdem spreche ich mich für die Einsetzung eines Stadtteilmanagers aus, der sich um die Beseitigung der Leerstände bemüht und um die Ansiedlung von Einzelhandel und Gastronomie wirbt.

Eine Helmholtz-Strategie muss darüber hinaus mit einer nachhaltigen Ansiedlungspolitik einhergehen. Ich stelle mich ausdrücklich nicht gegen die geplante Bebauung. Allerdings muss bei Folgeansiedlungen gewährleistet sein, dass unsere wertvollen Wälder und Grünflächen erhalten bleiben und stattdessen bereits versiegelte Flächen genutzt werden. Unsere Grün- und Waldflächen machen die Aufenthaltsqualität in Saarbrücken aus. Deshalb und als politische Ausgleichsmaßnahme für die Helmholtz-Ansiedlung setze ich mich dafür ein, den Wald im Umfeld der Uni unter Schutz zu stellen und ihn als zweiten Urwald für Saarbrücken, als “Urwald vor den Toren unserer Uni”, auszuweisen.  Ein zweiter Urwald würde nicht nur die Lebensqualität der Saarbrücker*innen steigern, sondern zudem ein Alleinstellungsmerkmal für unseren Forschungsstandort bedeuten. Saarbrücken wäre damit der Forschungsstandort auf Spitzenniveau in einem Urwald.

Außerdem wird ein attraktives Umfeld um das Helmholtz-Zentrum – wozu auch die Erhaltung der Waldgebiete mit Erholungsfunktion gehört – ein wichtiger Faktor dafür sein, hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher dafür zu gewinnen, mit ihren Familien nach Saarbrücken zu kommen.”