Kita- und Schulessen: Qualität muss Vorrang haben

Kita- und Schulessen: Qualität muss Vorrang haben

Die Saarbrücker Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen, Barbara Meyer-Gluche, spricht sich für Qualitätsverbesserungen bei den Essenslieferungen für städtische Kitas und Schulen aus.
Es müsse künftig mehr auf Bio- und regionale Produkte gesetzt werden, was sich in den Ausschreibungen für Lieferaufträge entsprechend niederschlagen müsse. Vorbild hierzu könnte die Hansestadt Bremen sein, in der seit dem vergangenen Jahr in den Kitas, Schulen und Kantinen der Speiseplan sukzessive auf Bio-Kost umgestellt wird und die hierfür im Dezember vergangenen Jahres mit dem Preis „Klimaaktive Kommune“ ausgezeichnet wurde.

„Dass unsere Kinder in den Schulen und Kitas ein Mittagessen in hoher Qualität und mit frischen Produkten bekommen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ein ausgewogenes Essen verbessert die Konzentrationsfähigkeit und fördert die Gesundheit. Außerdem verinnerlichen unsere Kleinen bereits in früher Kindheit Ernährungsgewohnheiten. Sie an eine gesunde Ernährung heranzuführen, ist damit auch ein wichtiger Bildungsauftrag. Leider liegt dazu in Saarbrücken noch ein langer Weg vor uns, wenn man sich nur einmal die Probleme beim Kita-Catering in den letzten Monaten in Erinnerung ruft. Die Fremdkörperfunde beim betroffenen Caterer waren nur eine Seite der Medaille.
Denn viele Eltern haben sich schon vorher lange über die mangelhafte Qualität des Essens beschwert. Daher spreche ich mich dafür aus, bei allen künftigen Ausschreibungen für Essenslieferungen den Qualitätsaspekt deutlich höher zu gewichten.
Dies muss bereits für die Ersatzlieferungen für die elf Kitas gelten, für die nun nach der Kündigung des Caterers neue Essenslieferanten gefunden werden müssen“, erklärt Barbara Meyer-Gluche.

Die Landeshauptstadt könnte sich bei den Kriterien an dem Modell der Hansestadt Bremen orientieren.
„Neben den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird die Verpflegung für Kitas und Schulen dort bis zum Jahr 2022 nach und nach auf Bio-Produkte und Produkte aus regionaler Erzeugung umgestellt. Ein Modellprojekt dort hat gezeigt: Eine Umstellung auf 100 Prozent Bio und regionale Produkte hat zu einem Kostenanstieg von rund 15 Prozent geführt. Dies wurde durch einen geringeren Fleischanteil kompensiert, was zugleich gesünder ist. Bremen hat dafür im Dezember den bundesweiten Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ gewonnen. Eine Umstellung kostet bei einer entsprechenden Anpassung nicht mehr und führt zugleich zu einem ausgewogeneren und gesünderem Essen. Die Stadt Saarbrücken hat mit der anstehenden Ausschreibung jetzt die sofortige Chance, im Interesse unserer Kleinsten neue Standards anzulegen und auf Bio-Produkte und regionale Produkte umzustellen. Diese muss sie nun nutzen und bei dieser sowie bei künftigen Ausschreibungen klare Vorgaben für qualitativ hochwertiges Essen machen“, so Meyer-Gluche abschließend.