Meyer-Gluche: Saarbrücken soll Klimanotstand ausrufen

Meyer-Gluche: Saarbrücken soll Klimanotstand ausrufen

Grüne Oberbürgermeister-Kandidatin fordert umgehende Klimaschutzmaßnahmen für Saarbrücken

Die Grüne Oberbürgermeister-Kandidatin für Saarbrücken, Barbara Meyer-Gluche, erwartet von der Stadt, dem Beispiel Konstanz’ zu folgen und einen Klimanotstand auszurufen. Damit sollen künftig alle Entscheidungen der Stadt unter einen Klimavorbehalt gestellt werden und konkrete Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels definiert werden. Die Stadtratsfraktion der Grünen wird einen entsprechenden Antrag im nächsten Stadtrat stellen. Hierzu erklärt Meyer-Gluche:

„Die Klimakrise schreitet unaufhörlich voran. Wenn wir die Folgen des Klimawandels bekämpfen wollen, müssen wir handeln, und zwar umgehend. Großstädte weltweit reagieren jetzt und haben als Sofortmaßnahme einen Klimanotstand ausgerufen. Als erste deutsche Stadt ist Konstanz dem Beispiel gefolgt. Ich fordere von Oberbürgermeisterin Britz, für unsere Landeshauptstadt ebenfalls den Klimanotstand auszurufen. In der Folge soll sich die Stadt per Ratsbeschluss dazu verpflichten, bei allen künftigen Entscheidung Aspekte des Klimaschutzes zu berücksichtigen und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels in die Wege zu leiten. Eine entsprechende Initiative wird die Grüne Stadtratsfraktion im nächsten Stadtrat ergreifen. Wie nötig eine solche Maßnahme in Saarbrücken ist, wird schon daran deutlich, dass der CO2-Ausstoß hier fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt liegt.”

Meyer-Gluche spricht sich für ein umfassendes Klimaschutzkonzept mit Maßnahmen zur CO2-Reduktion aus. Meyer-Gluche: “Mein Ziel ist es, dass Saarbrücken spätestens bis zum Jahr 2050 klimaneutral wird. Dazu wird eine Fülle von Maßnahmen notwendig sein, darunter eine echte Verkehrswende hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Ich möchte das ÖPNV-Angebot mit besseren Verbindungen und gerechten Tarifen, wie dem 1-Euro-Ticket pro Tag, attraktivieren und die Radverkehrsinfrastruktur konsequent ausbauen. Auch die Elektromobilität muss besser gefördert werden, sowohl was ein flächendeckendes Netz an Schnellladesäulen als auch die Umstellung auf E-Busse angeht. Bei Gebäudeneubauten und -sanierungen brauchen wir hohe energetische Standards.

Außerdem möchte ich mit einer Grünflächenstrategie den Schutz innerstädtischer Grün- und Freiflächen gewährleisten. Wichtig für frischere Stadtluft sind auch innerstädtische Grünzüge, die temperaturausgleichend wirken, zumal intensive Hitzewellen vor allem bei alten und kranken Menschen und Kleinkindern zu gefährlichen Herz-Kreislauferkrankungen führen können. Vor dem Hintergrund von Extremwetterereignissen braucht Saarbrücken außerdem eine tragfähige Notfallinfrastruktur, beispielsweise für die Versorgung der Bevölkerung bei Hitzewellen oder Starkregenereignissen. Die Bürger*innen sollen sich dazu unter anderem in ein Notfallregister eintragen können. Nur, wenn wir die Folgen des Klimawandels hier und heute bekämpfen, wird Saarbrücken eine lebenswerte Stadt auch für nachfolgende Generationen bleiben.“

Positionspapier von Barbara Meyer-Gluche zur Klimapolitik.