Weltwassertag: Kein Grubenwasser-Anstieg – Saarbrücker Trinkwasser schützen!

Weltwassertag: Kein Grubenwasser-Anstieg – Saarbrücker Trinkwasser schützen!

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März mahnt die Grüne OB-Kandidatin für Saarbrücken, Barbara Meyer-Gluche, den Schutz unserer Trinkwasservorräte an und spricht sich gegen die Pläne des RAG-Konzerns für eine Flutung der Grubenschächte aus. Durch das stark salzhaltige Grubenwasser sowie unter Tage befindliche Giftstoffe, darunter PCB, könnte das Trinkwasser infolge eines Wasseranstiegs für Generationen verunreinigt werden.

„Erderschütterungen, Hebungen, Senkungen, Ausgasungen und Trinkwasserverunreinigungen: Mit diesen Risiken wäre ein Grubenwasseranstieg verbunden, wie das unabhängige Gutachten von Professor Wagner ergeben hat. Von den Folgen könnten bis zu 600.000 Saarländer*innen, auch in der Landeshauptstadt, betroffen sein. Diese Gefahren würden nicht erst bei einem vollständigen Wasseranstieg entstehen, sondern bereits bei der ersten Phase der Flutung bis auf -320 Meter NN. Denn auch wenn der Abstand bis zur Oberfläche und den Trinkwasseraquiferen dann noch groß ist, kann etwa eine Beeinträchtigung des Trinkwassers aufgrund einer nachgewiesenen Störung im Scheidter Tal nicht ausgeschlossen werden. Daher steht für mich fest, dass es keinen Grubenwasseranstieg geben darf“, erklärt Barbara Meyer-Gluche.

Barbara Meyer-Gluche weist darauf hin, dass die Stadt Saarbrücken auf Initiative der Grünen-Stadtratsfraktion bei dieser Thematik bereits ein eindeutiges Zeichen gesetzt hat. So ist der Stadtrat einstimmig dem Antrag der Grünen gefolgt, eine negative Stellungnahme im Rahmen des Anhörungsverfahrens zum Grubenwasseranstieg einzureichen.

Meyer-Gluche weiter: „Andere Kommunen, Umweltverbände und zahlreiche Bürger*innen teilen diese Bedenken. Rund 7000 Menschen haben ihre Einwendung in das Verfahren eingebracht und damit auch ihre Befürchtungen über Gefahren für ihr Leib und Leben oder ihr Eigentum vorgebracht. Der Schutz der Bevölkerung und unseres hervorragenden Trinkwassers muss über die wirtschaftlichen Interessen des RAG-Konzerns gestellt werden. Dem RAG-Konzern geht es ausschließlich darum, sich Pumpkosten in Höhe von 17 bis 20 Millionen Euro jährlich zu sparen. Und dafür will er nicht beherrschbare Risiken in Kauf nehmen. Das ist ebenso skandalös wie das Verhalten der Landesregierung, die den Flutungsplänen nicht spätestens nach Vorlage des Gutachtens eine Absage erteilt hat. Ich fordere die Landesregierung daher nochmals ausdrücklich auf, die Flutungspläne endlich zu beerdigen. Um alle Risiken auszuschließen, muss das Grubenwasser ewig gepumpt werden. Darüber hinaus erwarte ich, dass der RAG-Konzern zur Reinigung des Grubenwassers verpflichtet wird, um die Qualität der Oberflächengewässer zu verbessern.“